widerspenstiges Salzkammergut
Das Salzkammergut verstehen
Einer der neuen Themenweg auf dem LOSER in Altaussee zum einzigartigen DREI-BUNDESLÄNDER-BLICK zur Belohnung.
Voraussetzungen sind schönes Wetter, Trittsicherheit und Schwindelfreiheit. (Ab dem warmen, schneefreien Frühjahr, bis in den späten, schneefreien Herbst)
“Stubborn Salzkammergut”
understanding the SALZKAMMERGUT
One of the new themed trails on the LOSER in Altaussee leads to the unique Three-Province View as a reward.
Requirements: good weather, surefootedness, and a head for heights.
(Open from warm, snow-free spring until late, snow-free autumn.)
Vzdorovité Salzkammergut
Jeden z nových tematických chodníků na hoře LOSER v Altaussee vede jako odměna k jedinečnému výhledu na tři spolkové země.
Podmínky: dobré počasí, jistý krok a žádný strach z výšek.
(Otevřeno od teplého, bezsněžného jara až do pozdního, bezsněžného podzimu.)
Der Kulturfux durfte konzipieren, projektieren und koordinieren.
Auf dieser zweistündigen Wanderung, mit Start bei der neuen Bergstation über die Bräuning-Alm zum SALZKAMMERGUT DREI-BUNDESLÄNDER-BLICK wird ein tieferer Einblick in Leben, Traditionen, Geschichte, Mentalität und aktuelle Entwicklungen im Salzkammergut vermittelt. Ob gegen die Obrigkeiten in der Monarchie, gegen das Naziregime oder später gegen Entscheidungen der Politik – die hier lebende Bevölkerung zeichnete und zeichnet sich oft auch heute noch durch eine offen zur Schau gestellte, manchmal mutig-kecke Widerborstigkeit aus. Die geradezu sprichwörtliche Widerständigkeit und sprachliche Schlagfertigkeit der Salzkammergütler kann ergründet werden.
Gemeinsam mit dem Historiker Dr. Helmut Kalss, der sein Buch “Widerstand im Salzkammergut - Ausseerland” neu auflegt, ist dieser Weg entstanden. Mit den bewährten Kulturfux-PartnerInnen aus der Region in den Bereichen Gestaltung, Text, Übersetzung, Tonstudio, SprecherInnen und anderen Institutionen entstand ein toller Themenweg mit 3-sprachigem Audioguide (D, E, CZ) und 3-sprachigen Tafeln (D, E und Bild) der uns mit dem einzigartigem Blick zu den drei Bundesländern des Salzkammergutes belohnt.
WIDERSTAND IM SALZKAMMERGUT - AUSSEERLAND
Das Buch vom Historiker Dr. Helmut Kalss gibt es in der Neuauflage wieder zu erwerben. Schreiben Sie uns eine Email mit Ihrer Post-Adresse und Stückanzahl. Wir werden uns um Ihre Bestellung kümmern.
2. VON KELTEN, RÖMERN UND MUSIZIERENDEN VORFAHREN
Wenn unser Blick Richtung Osten schweift, sehen wir das Tote Gebirge. Vor 30.000 Jahren haben bereits Menschen in dieser Region gelebt. In der Salzofenhöhle – unweit von hier – wurde sogar eine alte Knochen(quer)flöte aus dieser Zeit gefunden. Wie mögen die früheren Bewohner dieser Region wohl musiziert haben?
KI-generierte Bild
Das Salzkammergut umgibt seit Jahrhunderten ein besonderer Mythos. Die Vorfahren der heutigen Hallstätter bauten schon vor 7.000 Jahren Salz ab, trieben Handel und hatten eine relativ hochstehende Kultur. Salz – das „weiße Gold“ – galt seit jeher als unglaublich wichtig und wurde mit echtem Gold aufgewogen. Hallstatt ist seit vielen Jahrtausenden nicht nur ein wichtiger Bergbauort, sondern ebenso ein Handelsknoten mit Verbindungen bis in den Orient.
Auch in der Römerzeit war das Salzkammergut ein zentraler Knotenpunkt für das Weltreich. Wandern Sie auf dem Themenweg Via Salis und Sie finden den größten Fundort von Hipposandalen (Hufschuhe) im Nordalpenraum.
Viele Jahrhunderte zogen ins Land und mit ihnen kamen viele verschiedene Völkerschaften. Die Abgeschlossenheit der Landschaft, Kriege, Seuchen, Armut, aber auch Reichtum prägten die Region und ließ die Menschen zu einem stolzen, jedoch durchaus eigenartig widerspenstigen Menschenschlag verschmelzen.
WEITERFÜHRENDE LINKS:
https://www.salzwelten.at/de/blog/altaussee-via-salis
https://www.kammerhofmuseum.at/
https://www.salzkammergut.at/oesterreich-poi/detail/401023/heimatkundliche-sammlung-der-familie-strick.html
3. SALZKAMMERGUT – DAS 10. BUNDESLAND
© KULTURFUX & DESIGNEREI
„Österreich besteht aus neun Bundesländern und dem Salzkammergut. Das Salzkammergut seinerseits besteht aus vielen Salzkammergütern.“
… meinte der Ausseer Schriftsteller Alfred Komarek
in “Salzkammergut. Reise durch ein unbekanntes Land” Wien, Kremayr & Scheriau, 1994.
Das Salzkammergut, auf drei Bundesländer aufgeteilt, hat eine eigenständige Identität, die oft stärker ist als die Bindung an das jeweilige Bundesland. Während des Zweiten Weltkrieges und danach bis 1948 war das Ausseerland Teil von Oberdonau bzw. dem heutigen Oberösterreich. Eine Abstimmung über die Zugehörigkeit wurde nie durchgeführt, obwohl die meisten Bewohner bei Oberösterreich bleiben wollten. Trotz zahlreicher Interventionen und Proteste wurde das Ausseerland schließlich an die Steiermark zurückgegeben.
Selbst nach der Rückgliederung gab es Missstimmungen zwischen Oberösterreich und der Steiermark, und einige im Ausseerland hegen bis heute den Wunsch, wieder zu Oberösterreich zu gehören. Dies zeigt sich auch in humorvollen Bemerkungen von Politikern. Bei seinem Besuch des Altausseer Kirtages witzelte der ehemalige steirische Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer: „Seit 1948 gehört das Ausseerland wieder zur Steiermark, und seither zahlen wir jährlich viel Geld, damit sie nicht das Bundesland wechseln.“
WEITERFÜHRENDE LINKS:
https://www.museum-joanneum.at/schloss-trautenfels
4. IDENTITÄT – uboasch, haftig und gschmå!
uboasch = sehr, überaus | heftig = beeindruckend, wild | gschmå = gemütlich, unendlich schön
Obwohl sich das Salzkammergut über drei Bundesländer erstreckt, gibt es ohne Zweifel eine gemeinsame Salzkammergut-Identität – ein ganz starkes WIR-Gefühl! In der Geschichte wurden die Menschen im Salzkammergut von der Obrigkeit häufig nicht gut behandelt. Aus oft großer Not heraus entstand ein starkes Gemeinschaftsgefühl. Wenn von außen jemand kommt, hält man zusammen!
Genauer betrachtet kann man aber trotzdem nicht von EINER einheitlichen Mentalität der Salzkammergutbewohner sprechen. Zu unterschiedlich sind wiederum die einzelnen Orte und zu unterschiedlich sind die einzelnen Ortsteile, die sich sogar durch Nuancen in der Sprache unterscheiden. Hierbei spielt der Dialekt nach wie vor eine große Rolle.
In der Geschichte haben die einzelnen Teile des Salzkammergutes unterschiedliche Aufgaben übernommen: In Altaussee lebten die hoch spezialisierten Bergarbeiter, in Bad Aussee schufteten die Arbeiter in den höllisch heißen Salinen an den Sudpfannen und gleichzeitig flanierten die bereits stolzen Bürger. Im Hinterberg (heutiges Bad Mitterndorf) hausten u. a. die Holzknechte.
Durch Sprache zur Identität! Hierzu der Sprachwissenschaftler Prof. Dr. Hannes Scheutz:
„Der Dialekt ist die Sprache der Nähe – die Sprache des vertrauten Umgangs miteinander, die Sprache im kleinen Verband – in der Familie, im Dorf, im Ort. Dafür ist der Dialekt da und dafür lieben und schätzen wir ihn auch. […] Man wird vielleicht in Zukunft nicht mehr unterscheiden können, ob in Ischl der Sprecher aus Perneck oder aus Wirling kommt und vielleicht kann man dann einen Ischler oder Goiserer Sprecher nicht mehr unterscheiden. Aber trotzdem wird es regionale Formen geben, die wie bisher diese Funktion erfüllen, damit man die regionale und soziale Identität daran erkennen und festmachen kann – als Sprache der Nähe.“ (Prof. Dr. Hannes Scheutz, Linguist Universität Salzburg – https://cba.fro.at/8999)
WEITERFÜHRENDE LINKS:
Dialekte nachsprechen?
https://www.sprachatlas.at/salzkammergut/data/atlas.html
https://www.sprachatlas.at/salzkammergut/data/quiz_info.html
https://dachstein.salzkammergut.at/oesterreich-poi/detail/402256/holzknechtmuseum-bad-goisern.html
5. WIDERSPENSTIGKEIT
Das Ausseer Land © Czernin Verlag, Erhältlich im Literaturmuseum Altaussee und online.
… und sie hören nicht auf, den Eindringlingen Widerstand zu leisten
Dieser Widerstandsgeist hat natürlich historische Wurzeln. Die raue Landschaft sowie die sehr eigenen Lebensbedingungen in der Salzproduktion und enge Verwandtschaftsverhältnisse führten zu einem stark ausgeprägten Gemeinschaftsgefühl und einer besonderen Mentalität – man musste sich aufeinander verlassen können. Als das Salzkammergut den hiesigen – unglaublich reichen – Salzverwesern entwendet und als Kammergut direkt dem Kaiserhaus in Wien unterstellt wurde, sorgte dies für jahrhundertelangen Unmut und Groll. Durch die abgeschiedene Lage blieb die Region von Kriegshandlungen weitestgehend verschont und die Bewohner waren bis zum Ersten Weltkrieg von jeglicher Steuerleistung sowie vom Militärdienst befreit. Ihr Können und Spezialwissen war wohl für die Staatskasse einfach zu einträglich und wertvoll. Die Ein- und Ausreise war ebenso verboten und wurde zudem streng kontrolliert. Auch wurde die hier lebende Bevölkerung sehr kurzgehalten und man musste oft Entbehrungen und Hunger leiden.
„Heute sieht man noch manchem Altausseer an, dass seine Ahnen Hallinger waren. Sein selbstsicheres Auftreten verrät es. Er selbst weiß nichts davon.“
Johanna Gräfin zu Eltz, geb. Gräfin Schönborn-Wiesentheid, berichtet in ihrem Buch „Das Ausseer Land“ über die Entwicklung des sagenumwobenen Adelsgeschlechtes der Hallinger und das Selbstbewusstsein der Ausseer:
„Es scheint, dass die Hallbergs […] ein einheimisches Adelsgeschlecht waren. Der erste Name leitete sich wohl von Hallingern ab. Schon der griechische Geschichtsschreiber Ptolemäus spricht von Halanen, Helonen, einer Völkerschaft, die in der Nähe von Binnenseen die Norischen Alpen bewohnte. […] Die Wurzel ‚Hal‘ weist auf Salz hin. Hallinger wurden später die Besitzer von Salzlagen, Salzschächten und Salzquellen. Sie waren in dieser Genossenschaft vereinigt und hatten den Betrieb der Salzberges und der Pfannhäuser über. Das Hallamt war in männlicher Linie vererblich, während die Pfannhäuser auch an Töchter und Seitenverwandte übergehen konnten. […] Aus Urkunden um 1500 ist die größte Wohlhabenheit der Hallinger zu ersehen. Zu den ältesten dieser Hallinger gehören die Khalß oder Khälß. Aber die Zeiten änderten sich. In einem Adelsbrief aus dem Jahre 1449 heißt es: ‚Als zu dieser Zeit großer Mangel an Salz war, hat Kaiser Friedrich III. das Salzwesen den Hallingern weggenommen.‘“
„Heute sieht man noch manchem Altausseer an, dass seine Ahnen Hallinger waren. Sein selbstsicheres Auftreten verrät es. Er selbst weiß nichts davon.“
Johanna Gräfin zu Eltz: Das Ausseer Land.
Österreichischer Verlag für Belletristik und Wissenschaft, Linz,1947 (Erstauflage).
WEITERFÜHRENDE LINKS:
https://www.salzkammergut.at/magazin/auf-den-spuren-des-salzes.html
https://www.kammerhofmuseum.at/
6. Religion und Rebellion
VON FASCHINGSAUFSTÄNDEN UND REBELLION
Fasching in Ebensee @Anita Kahr_Salinen Austria AG
Auf jedwede Bevormundung von außen reagiert man im Salzkammergut seit jeher nahezu allergisch. Die Geschichte des Salzkammergutes ist tatsächlich eine Geschichte von Unruhen und Aufständen. Die neue Lehre des Protestantismus verbreitete sich sehr rasch im Salzkammergut. „Wie in vielen Bergbaugebieten gewann das Luthertum schnell Anhänger, schon in den 1520er-Jahren galt beispielsweise Gmunden als ‚lutherisches Nest‘. Umso beharrlicher blieben die Evangelischen bei ihrem Glauben, sodass die einsetzende Gegenreformation am Ende des Jahrhunderts auf extremen Widerstand stieß.“ In Bad Aussee wurde anscheinend einmal das Feiern in den Straßen verboten – so wurden die Festlichkeiten auf die Dächer verlagert. In Ebensee kam es 1733 sogar zu einem „Faschingsaufstand“.
Zu den religiösen Spannungen kamen noch große klimatische Probleme. Nach einer mittelalterlichen Wärmeperiode kam es in Europa zu einer „kleinen Eiszeit“. Vor allem im 17. Jahrhundert verschlechterte sich das Klima auch im Salzkammergut merklich. Dies hatte natürlich großen Einfluss auf die Versorgung der Bevölkerung, die im Salzkammergut immer auf nun viel teurere Importe angewiesen war.
„Schon im Jahre 1392 gab es in Lauffen und in Hallstatt einen Aufstand gegen ihren Herrn, Herzog Albrecht III. Bürger und Küfer, Bergknappen und Klausenarbeiter (in Steeg) und andere werden genannt. Die vom Herzog verhängten Strafen waren hart: Etliche Rebellen wurden geblendet und aufgehängt, andere langjährig in den Kerker geworfen, die übrigen unterwarfen sich und gelobten Gehorsam.“
Gerhart Baron: Der Beginn.
Die Anfänge der Arbeiterbildungsvereine in Oberösterreich. Linz, 1971, S. 46.
„Auch im Salzkammergut kam es in den sehr sensiblen 1730er-Jahren zur sogenannten ‚Faschingsdienstagrevolte‘. Im brisanten Jahr 1733 – mitten in den Religionswirren und ein Jahr vor Beginn der Vertreibung nach Siebenbürgen – erregte die Salinenverwaltung völlig unnötig den Zorn der Arbeiter. Von alters her gab man den Arbeitern am Faschingsdienstag um 12 Uhr frei und bezahlte den ganzen Tag, damit sie feiern konnten. In übertriebenem Spareifer wollte man diese Kosten von ca. 36 Gulden für die ganze Belegschaft in Ischl (470 Personen) sparen. Diese unweise Maßnahme, die nur einen verschwindend kleinen Ausgabeposten betraf, brachte das Fass zum Überlaufen. Die Arbeiter verließen am Faschingssamstag früher die Arbeit, rotteten sich vor dem Amtshaus […] zusammen und forderten […] die Beibehaltung des althergebrachten Zustandes. Der Salzamtmann Seeau in Gmunden bekam Wind von der Angelegenheit und weil der Aufstand zu einem ungünstigen Zeitpunkt kam, wo eine religiöse Rebellion drohte, setzte er die kleinliche Anordnung außer Kraft und wie bisher war am Faschingsdienstagnachmittag frei.“
Michael Kurz: Salzkammergut-Geschichte(n).
Von der Industrie- zur Welterbelandschaft. Bad Ischl, 2005, S. 204.
WEITERFÜHRENDE LINKS:
https://www.salzkammergut.at/aktivitaeten/winter/fasching.html
7. GEGENREFORMATION
Die werden wir schon wieder katholisch machen
Der in manchen Gebieten heute noch stark verbreitete Protestantismus ist ein weiteres Indiz für den Widerstandsgeist in der Region. Bergknappen und Holzarbeiter galten als besonders aufnahmebereit für die Lehren des Bergmannssohnes Martin Luther. Der evangelische Glaube wurde lange im Geheimen in Höhlen und auf Dachböden weitergelebt. Als Kaiser Joseph II. 1781 das „Toleranzpatent“ erließ, endete die Zeit des „Kryptoprotestantismus“.
Bürgerspitalskirche zum Heiligen Geist Bad Aussee © Kulturfux
Goisern und Gosau blieben mehrheitlich evangelisch. Im Ausseerland hat sich der katholische Glaube anscheinend nie mehr richtig durchgesetzt. „Dass sich die Kirche hier schwerer tut“ führte ein ehemaliger Ausseerland-Pfarrer auf die „aufklärerischen Strömungen in der Vergangenheit und den Kryptoprotestantismus zurück“. Viele wurden zur Auswanderung gezwungen – in einigen Gegenden Osteuropas spricht man heute noch einen alten Salzkammergut-Dialekt.
Auch in den Folgejahren kam das Salzkammergut nicht zur Ruhe. „Unter diesen Voraussetzungen vermochte sich auch sozialistisches Gedankengut gut durchzusetzen, weswegen sich viele Gemeinden des Salzkammergutes zu ‚roten Wähler-Hochburgen‘ entwickelten. Solidaritätsbewusstsein und Resistenzbereitschaft erhielten so weiteren Auftrieb. In der Zwischenkriegszeit war das Salzkammergut auch Kristallisationspunkt des Widerstandes gegen das Regime des Ständestaates. Die Widerstandsbewegung gegen das NS-Regime konnte direkt an die jahrhundertelange Tradition der Widerspenstigkeit im Widerstandsraum Salzkammergut anknüpfen.“
WEITERFÜHRENDE LINKS:
Evangelisches Museum Oberösterreich (bitte via Suchanfrage)
https://www.museum-goisern.at/heimatmuseum/
https://museum-ooe.evang.at/home.html
https://www.steiermark.com/de/Ausseerland-Salzkammergut/Urlaub-planen/Ausflugsziele/Spitalkirche_isd_4166585
8. Liebe und Leidenschaft
Von durchaus gelockerten Moralvorstellungen
Das ganze Leben wurde von Wien – vom Salzamt – bestimmt. Der heute in Wien noch gängige Spruch: „Da können Sie sich beim Salzamt beschweren“ zeugt wohl von der Schwerfälligkeit dieser Verwaltungsstruktur. Sogar um heiraten zu können musste man im Kammerhof in Gmunden offiziell ansuchen. Dementsprechend haben sich die Moralvorstellungen einfach den bürokratischen Gegebenheiten angepasst.
Vor allem das Almleben bot viel Freiheit, weil man hier trotz der harten Arbeit den Tagesablauf selbst bestimmen konnte und nicht ständig unter Beobachtung stand. Diese von den Bauern meist wohl nicht gern gesehene Freiheit fernab vom Hof stellte die angenehme Seite im harten Leben der Sennerinnen und Halter dar, die sich daher jedes Jahr auf den Almauftrieb freuten.
„Der Soziologe Roland Girtler erzählt von seinen Forschungen. Hier erzählt ein älterer Mann: „Ja, mein Resi, sie hot scho fünf ledige Kinder g’hobt. I hos don g’heirat. Die meisten san e fa mia gwesn.“ (Ja, die Theresa, sie hat schon fünf ledige Kinder gehabt. Ich habe sie dann geheiratet. Die meisten sind eh ohnedies von mir gewesen.)
Diese Freiheit wird noch heute in zahlreichen Liedern besungen. Besonders in der Zeit des Nationalsozialismus war die Alm ein sicherer Rückzugsort für die Widerständigen.
WEITERFÜHRENDE LINKS:
https://www.google.com/search?client=firefox-b-d&q=josef+fr%C3%B6hlich+hofnarr
https://www.youtube.com/watch?v=GW24uR3LR_Q
https://www.youtube.com/watch?v=LSp5DKjYaM4&list=PLCDWXK8x63EiwFGfeitFxTx9pFBa-T7g-&index=44
9. ROBIN HOOD DER BERGE
Die Wilderei
Adolf Lüben – Wilderer mit erlegtem Bock © gemeinfrei
Eine Art Selbsthilfe und gleichzeitig eine energische Form von Sozialprotest war das Wildern, denn die unter ständiger Not leidenden Salzkammergütler waren nie bereit, das Jagdhoheitsrecht zu akzeptieren.
Das Wildern war oft notwendig, um die Familie und die Freunde und Nachbarn zu versorgen – man könnte von einem „Robin-Hood-Effekt“ sprechen. Ein Wildschütz wurde nach dem Krieg von den Sennerinnen als ihr „Ernährungsminister“ bezeichnet. Während sich die Jäger im Glanz der Obrigkeit sonnten, verkörpern Wilderer die selbstbewussten, den Jägern und Adeligen durch List sogar überlegenen Helden. Es war wohl auch faszinierend, dem leidenschaftlich jagenden Kaiser die „besten Stücke wegzuschießen“. Heute ist die Wilderei beinahe in ganz Österreich ausgestorben. Das Salzkammergut bildet hier wie so oft eine Ausnahme. „Ein paar Fälle von Wilderei haben wir eigentlich jedes Jahr“, heißt es am Gendarmerieposten Bad Aussee (Kleine Zeitung/Bezirk Liezen, 1.10.2003).
10. TRADITION ALS SELBSTVERSTÄNDNIS
A lustige Leich
Vieles, das allgemein als Tradition und als althergebracht wahrgenommen wird – wie zum Beispiel der farbenfrohe Glöcklerlauf am Dreikönigstag – ist gar nicht so alt und traditionell, wie viele glauben. Dass die Einheimischen selbst größte Freude bei jeglicher gemeinsamen Feierlichkeit haben – mag der Anlass noch so absurd sein – ist hier wohl das Geheimnis des Erfolges. Der nahezu majestätische Bierempfang beispielsweise: Bei diesem Spektakel 3 (!) Wochen VOR dem Altausseer Kirtag wird vor rund 2.000 Schaulustigen nur das Bier für das eigentliche Bierzelt angeliefert.
Der Fasching wird nicht nur als Veranstaltung, sondern als eine Art „fünfte Jahreszeit“ gefeiert, und viele Traditionen, wie etwa das Narzissenfest, werden auch für den Tourismus organisiert. Doch trotz des äußeren Scheines geht es den Einheimischen vor allem darum, gemeinsam zu feiern und Freude zu haben, selbst wenn der Anlass ungewöhnlich ist.
Der Ausseer Schriftsteller Alfred Komarek beschreibt das Phänomen „Heilige drei Faschingstage“ dementsprechend:
„An den völlig unpassenderweise mit dem Attribut ‚heilig‘ bedachten Faschingstagen, Sonntag, Montag und Dienstag, bleibt speziell im Ausseerland und in Ebensee kein Stein auf dem anderen. Schon am Samstag wird bedächtig, doch zielstrebig damit begonnen, so rasch nicht mehr aufzuhören. Bürgerliche Notwendigkeiten, wie der Schlaf vor und nach Mitternacht, sind ab sofort verzichtbar.“
Witz und Ironie waren und sind ein essenzieller Faktor im Umgang miteinander. Vor allem im Ausseerland hat man die Tradition, „sich’s gegenseitig recht schlecht zu sagen – quasi sich halb lustig gemeinte Dreistigkeiten an den Kopf zu werfen“. Dass im Ausseerland wenig gerauft wird, ist deshalb umso erstaunlicher. Im oberösterreichischen Salzkammergut hingegen ist man aber dem Raufhandel eher zugeneigt.
Die sprachliche Eloquenz sowie die Affinität zu Musik und Blödelei hat historische Gründe. Die Arbeiter hatten geregelte Arbeitszeiten, eine relativ gute soziale Absicherung und verbrachten die ganze Arbeitswoche gemeinsam, weit entfernt von ihren Familien. Die Zeit vertreib man sich musizierend, singend und mit mancherlei Späßen. So sind noch sehr lustige Begebenheiten überliefert. Vor allem im staatsbetrieblich geführten Salzbergbau machten sich die Bergmänner immer wieder den Spaß, sich gegenseitig, aber noch viel lieber ihre Vorgesetzten, zu ärgern. Sogar traurige Ereignisse, wie Begräbnisse, bieten die Möglichkeit zur ausgelassenen Feierlichkeit. Die Salinenmusik beispielsweise spielt nach dem Begräbnis ihrer Mitglieder keinen Trauermarsch, sondern einen lustigen Marsch.
„Das ist eine Hochzeit“, antworteten die Wirtsleute beim Schneiderwirt auf die Anfrage von neugierigen Touristen, warum es hier mit Musik, Tanz und Gesang so lustig zugehe. Dass die Mitglieder der Salinenmusik gerade ihren langjährigen Musikkollegen zu Grabe getragen hatten – der selbst nie ein Kind von Traurigkeit war – trauten sich die Wirtsleute den „Fremden“ nicht zu sagen.
WEITERFÜHRENDE LINKS:
https://www.bierzelt-altaussee.at/home/
https://www.narzissenfest.at/de/
https://www.youtube.com/watch?v=C4tVS11CFuI
https://www.youtube.com/watch?v=m777-bnRZfo
11. SOMMERFRISCHE
Inspiration und Vergnügen
Richard Strauss am Loser im Kuriositäten-Kabinett im Literaturmuseum Altaussee © Kulturfux
Das Salzkammergut hat auch eine lange Tradition als Sommerfrische für Künstler und Intellektuelle. Berühmte Persönlichkeiten, wie Johannes Brahms, Gustav Mahler, Richard Strauss und Hugo von Hofmannsthal, haben hier inspirierende Sommer verbracht und die Schönheit der Landschaft in ihren Werken verewigt.
Auch prominente Persönlichkeiten schätzen die Authentizität und Solidarität der Gemeinschaft im Ausseerland-Salzkammergut. Ihre Erfahrungen zeigen, dass im Salzkammergut jeder gleichbehandelt wird – unabhängig von seinem sozialen Status oder seiner Herkunft. Man ist hier schon sehr lange an teils exzentrische Persönlichkeiten gewöhnt und man geht hier sehr gelassen mit dieser Tatsache um.
Trotz seiner idyllischen Kulisse war das Salzkammergut auch von den Schrecken des Nationalsozialismus betroffen. NS-Bonzen wie Adolf Eichmann und Ernst Kaltenbrunner suchten hier Zuflucht, während jüdische Künstler vertrieben wurden. Diese dunkle Periode der Geschichte steht im Kontrast zur natürlichen Schönheit der Region und zeigt die Vielschichtigkeit ihres Erbes.
In der Literatur und Kunst des Salzkammergutes spiegeln sich die Geschichte, die Kultur und die Traditionen der Region wider. Schriftsteller wie Thomas Bernhard und Barbara Frischmuth haben das Salzkammergut in ihren Werken porträtiert und dabei sowohl die Schönheit als auch die Herausforderungen des Lebens in dieser einzigartigen Landschaft eingefangen. Trotz aller Veränderungen bleibt das Salzkammergut ein Ort der Inspiration und des Rückzuges für Künstler, Schriftsteller und Besucher, die seine einzigartige Atmosphäre und seinen kulturellen Reichtum schätzen.
WEITERFÜHRENDE LINKS:
www.literaturmuseum.at
12. Mythen
Vom „Igel“, Gold im Toplitzsee und anderen Mythen
© Ulrich Ghezzi
Künstlerin: Eva Grubinger, Titel der Skulptur ist IGEL, entstanden im Rahmen des Projekts Politische Landschaft. Kunst, Widerstand, Salzkammergut. Ein Projekt des Instituts für Kunst im öffentlichen Raum Steiermark / Universalmuseum Joanneum in Kooperation mit Verein Netzwerk Salzkammergut. Mit Unterstützung von Land Steiermark und Europäischer Union.
Nazigold im Toplitzsee, perfekt gefälschte Pfundnoten, um die alliierte Wirtschaft durch eine enorme Inflation zu vernichten, und mysteriöse Todesfälle – viele Jahre nach dem Krieg und im Zusammenhang mit diesen Ereignissen. Unermessliche Schätze, die im Salzberg in Altaussee und Bad Ischl gelagert gewesen wären und die durch den beherzten Einsatz in letzter Minute vor der Zerstörung durch Nationalsozialisten gerettet werden konnten. Menschen, die einige Monate nach dem Krieg ins Ausland flüchten mussten, weil sie zu viel über den Verbleib der unermesslichen Schätze gewusst hatten.
Beim Bau des Verstecks, tauchte eine Igel-Familie auf. So entstand der Name “IGEL”
Das Salzkammergut ist in den letzten Monaten vor Kriegsende immer mehr in den Strudel der sich überstürzenden Ereignisse hineingezogen worden. Noch heute gibt es viele Gerüchte und Mythen über unglaubliche Kostbarkeiten, welche die flüchtenden Nazi-Schergen oder Exilregierungen versteckt hätten, um sie später wieder zu holen und um ein 4. Reich zu gründen oder nur, um sich persönlich zu bereichern. Noch heute sieht man ab und zu Menschen ganz ungeniert mit Metalldetektoren durch die Wälder streifen.
Das Salzkammergut als potenzielles Atomziel während des Zweiten Weltkrieges ist eine beängstigende Vorstellung. Die Idee, dass die Alliierten in Erwägung ziehen könnten, eine Atombombe in dieser Region einzusetzen, um eine mögliche Alpenfestung der Nazis zu zerstören, war durchaus real. Eine der beiden Atombomben wäre ursprünglich für Europa vorgesehen gewesen. Die Bombenentwicklung dauerte aber zu lange und das Salzkammergut wurde längst von der Widerstandsbewegung übernommen und durch die Alliierten befreit.
Ein weiterer Mythos, der das Salzkammergut umgibt, ist die mögliche Beteiligung des NS-Regimes an der Entwicklung einer Atombombe. Es wird spekuliert, dass Nazi-Wissenschaftler an einer taktischen Atombombe gearbeitet haben könnten, obwohl solche Behauptungen auf Skepsis stoßen. Die Anlage in Ebensee sollte ursprünglich zur Raketenproduktion für Interkontinentalraketen dienen, aber sie wurde von den US-Truppen befreit, bevor sie in Betrieb genommen werden konnte. Dennoch bleibt die Region ein Symbol für das Grauen des NS-Regimes und den Widerstand gegen dessen Tyrannei. Trotz der düsteren Ereignisse gibt es auch Geschichten des Widerstandes und der Menschlichkeit. Menschen, die versuchten, den KZ-Häftlingen zu helfen, indem sie ihnen heimlich Essen zusteckten oder Fluchtmöglichkeiten organisierten, zeigen die Menschlichkeit selbst in den dunkelsten Stunden der Geschichte.
13. WIDERSTAND
Gegen den Nationalsozialismus
So schön der Blick auf die drei Bundesländer Steiermark, Oberösterreich und Salzburg hier auch ist, müssen wir noch einmal auf ein dunkles Kapitel der Geschichte eingehen. Von hier aus sieht man die mythenumrankte Blaa-Alm, den sogenannten Igel, den Unterschlupf der Widerständigen, und das Salzbergwerk Altaussee, wo unschätzbare Kunstwerke vor der sinnlosen Zerstörung gerettet wurden.
Der Widerstand gegen Hitler im Salzkammergut während des Zweiten Weltkrieges ist ein komplexes Thema, das viele Fragen aufwirft. Die Definition von Widerstand kann je nach Standpunkt variieren, aber die meisten Historiker betrachten Aktivitäten wie das Drucken von Flugblättern, das Nichteinrücken, das Schwarzschlachten und das Werben um Verbündete als Formen des Widerstandes. In dieser Hinsicht gab es im Salzkammergut während der gesamten Diktatur zweifellos Widerstand.
Die Stimmung im Salzkammergut gegen das Naziregime wandelte sich bald nach dem Anschluss Österreichs. Die Bewohner der Region hatten eine lange Tradition des Widerstandes gegen Unterdrückung und eine starke Solidarität aufgrund der Strukturen des Salzabbaues und der Folgeindustrien. Die Linksorientierung der Region trug ebenfalls dazu bei, dass viele Menschen dem Naziregime gegenüber feindlich eingestellt waren.
Der anfänglich vorwiegend kommunistische Widerstand wurde durch die Verfolgung durch das Regime zunehmend unsichtbar, aber der Nährboden für einen breiten Widerstand war gelegt. Mit der Zeit gewann der Widerstand immer mehr Unterstützung in der Bevölkerung, und bis spätestens 1941 hatte sich die Stimmung gegen das Regime gedreht. Die politische Einstellung spielte dabei eine geringere Rolle als die menschliche Solidarität und die Tradition des Widerstandes im Salzkammergut. Die Widerstandsbewegung war breit angelegt und überschritt politische und religiöse Grenzen. Die Organisation war dezentral, und viele Widerstandskämpfer kannten nur wenige ihrer Mitstreiter. Die breite Unterstützung aus der Bevölkerung ermöglichte es vielen Menschen, sich vor dem Regime zu verstecken. Es wurden keine spektakulären Aktionen durchgeführt, um Repressalien zu vermeiden und die Bevölkerung für die Idee eines neuen, freien Österreichs zu gewinnen.
Historiker Dr. Helmut Kalss mit seiner Neuauflage “Widerstand im Salzkammergut – Ausseerland”. © Kulturfux
Gegen Ende des Krieges schlossen sich immer mehr Menschen dem Widerstand an, oft nur aus dem Wunsch heraus, zu überleben. Das Netzwerk des Widerstandes konnte trotz aller Bemühungen des Regimes nie vollständig zerschlagen werden. Die Ereignisse in den letzten Wochen des Regimes im Salzkammergut sind durch widersprüchliche Aussagen gekennzeichnet. Es gibt viele Mythen und Legenden, aber die genaue Wahrheit bleibt oft im Dunkeln. Dennoch ist es wichtig, die verschiedenen Erinnerungen für die Nachwelt festzuhalten. Nach dem Krieg wurde das Thema Widerstand oft verdrängt und mit einer kommunistischen Einstellung gleichgesetzt. Dies führte zu einem falschen Bild der Widerstandsbewegung, das von Historikern oft missverstanden wurde. Es ist wichtig, diese Missverständnisse zu korrigieren und die Vielfalt des Widerstandes im Salzkammergut angemessen zu würdigen.
Filmtipp: „Ein Dorf wehrt sich“ von Gabriela Zerhau
Buchtipp: Dr. Helmut Kalss „Widerstand im Salzkammergut-Ausseerland“
14. DREI-BUNDESLÄNDER-BLICK
Diesen Blick erhalten Sie nur vor Ort, als Belohnung. Hier endet nun der gemeinsame Weg.
Sie können nun entweder den Weg wieder retour gehen aber auch den sehenswerten Weg linker Hand zurück zur Bergstation der Loser Panoramabahn wählen. Hier ist allerdings Schwindelfreiheit und Trittsicherheit gefordert.
Den Weg zu erwandern mit dem DREI-BUNDESLÄNDER-BLICK ist ein einzigartiges Erlebnis mit dem WOW-Effekt. Es gibt Dinge, die muss man erleben, sehen, entdecken, fühlen – die kann man nicht fotografieren.
Wir freuen uns auf viele Fotos / Schnappschüsse vom Ausblick, der Bank unter #loser_altaussee #dreibundesländerblick #widerspenstigessalzkammergut
Am besten, den kostenlosen Audioguide (D, E, CZ) gleich downloaden! Gilt auch für viele andere Themenweg, Museen usw., wie zum Beispiel der neue SAGENWEG AUGSTI oder das LITERATURMUSEUM ALTAUSSEE! Wir haben für diesen Themenweg explizit SprecherInnen aus der Region gewählt und in der Region aufgenommen.
It's best to download the free audio guide right away! There you will also find the audio guide for the themed trail LEGEND TRAIL AUGSTI, the Literature Museum Altaussee, and many others!
Nejlépe si hned stáhněte bezplatného audioprůvodce! Najdete tam také audioprůvodce k STEZCE POVĚSTÍ AUGSTI" a mnoho dalších!
Beauftragt von der LOSER BERGBAHNEN GMBH & CO KG
PROJEKTTEAM:
Auftraggeber: Loser Bergbahnen GmbH & Co KG
Konzeption/Redaktion/Projektleitung: KULTURFUX – Die Ausstellungsmacherin, Gampern
Wissenschaftliche Leitung, Inhalte, Sprachaufnahme Deutsch und Englisch: Mag. Dr. Helmut Kalss, Altaussee
Lektorat und Übersetzung: eo communications, Strobl
Grafische Gestaltung: DESIGNEREI, Bad Aussee
Druck Tafeln: SimplySign Werbe GmbH, Aigen im Ennstal
Audioguideproduktion:
ATP-Records, Altaussee (Englisch, Tschechisch); Günter Kaindlstorfer, Wien (Deutsch); Eva Beerova & Pavel Snobl (Tschechisch), Sarah Raich (Englisch), Hearonymus (Audioguide-App)
DREI-BUNDESLÄNDER-BLICK Holzbank: Woodywood – Alfred Bley, Ebensee
Transport: Heli Austria GmbH, St. Johann im Pongau
Gefördert als Leaderprojekt der LEADER Regionalentwicklung Ennstal-Ausseerland